Ich erlebte eine inner Wandlung von “Ziele setzen und sie verfolgen” zu “die Dinge geschehen lassen.” Ich beschreibe in diesem Artikel wie das vor sich ging.

Ich hatte also meine Ziele verfolgt und mit der Zeit bemerkt, dass ich dadurch innere Ruhe und Zufriedenheit erhalten hatte. Siehe Die Suche nach Zufriedenheit – Der Anfang.

Mit zunehmender Zufriedenheit verlor ich Motivation. Ich arbeitete trotzdem weiter an meinen Zielen, bis das irgendwann wirklich nicht mehr ging. Siehe Die Suche nach Zufriedenheit – Die Verwirrung.

Nach einiger Zeit Verwirrung bemerkte ich, dass ich eigentlich immer noch die gleichen Dinge tat. Ich arbeitete genau wie vorher an meinen Zielen. Jedoch mit einem Unterschied: Ich richtete nun meine Aufmerksamkeit nicht mehr auf das Ziel, sondern auf das, was ich gerade im jetzigen Augenblick tat.

Ich hatte einen inneren Wandel vollzogen. Ich handelte nicht mehr aus einer Unzufriedenheit heraus und um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder damit meine Zukunft besser wird. Ich handelte nunmehr aus dem jetzigen Moment heraus, sozusagen aus Freude an der Sache und an dem, was ich gerade tat.

Wenn ich sage, ich handelte aus dem Moment heraus, so heisst das nicht ich würde nicht planen und “lebte einfach so in den Tag hinein.” Natürlich plante ich noch, denn das geschieht ja genauso im jetzigen Moment.

Man könnte auch sagen, dass ich nun die Dinge geschehen liess. Aber auch diese Umschreibung trifft es nicht genau. Damit ist nicht gemeint, dass ich nur passiv rumsitze und alles was ich mir wünsche kommt zu mir. Gar nicht. Ich handelte aktiv, jedoch erhielt alles viel mehr Lockerheit und fühlte sich nicht mehr als Zwang oder Arbeit an. Ich funktionierte einfach so.

Von nun an ging meine persönliche Entwicklung mühelos weiter. Ich erlebte mein Leben immer mehr im jetzigen Moment. Unnötige Sorgen und unwichtige Denkgewohnheiten fielen mehr und mehr weg. Ich beobachte immer wieder, dass bestimmte Gedankenmuster, die ich früher hatte und die mir Sorgen bereiteten nun einfach nicht mehr auftauchen. Da ich solches Wegfallen von Gedankenstrukturen beobachten kann, weiss ich, dass ich in dem Bereich noch nicht am Ende angekommen bin. Es scheint jedoch einfach weiterzugehen und ich bin immer mehr im jetzigen Moment.

Auf einmal fiel mir auf, dass meine Suche zu Ende war. Ich hatte nicht mehr den Eindruck, dass etwas an meinem Leben nicht in Ordnung sei. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass ich Zufriedenheit erlangen könnte, indem ich irgend ein bestimmtes Ziel erreiche. Das Gefühl, dass noch etwas fehlte, war verschwunden.

Ich hatte begriffen, dass es im Leben nicht darum geht, etwas bestimmtes zu erreichen, sondern darum, den jetzigen Moment wirklich zu erleben. Das Ziel des Lebens ist sozusagen das Leben selbst.

Ich hatte schon oft solche Weisheiten gelesen und dachte mir immer: “ja, das stimmt, aber …” Ich hatte den Eindruck, dass da noch ein Haken sei. Nun erlebe ich mein Leben auf diese Weise und weiss, dass da kein Haken ist.

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