Das Verfolgen meiner Ziele brachte mir innere Ruhe und Zufriedenheit. In diesem Artikel beschreibe ich wie das passierte.

Ich hatte eine gute Ausbildung, einen guten Job, ich hatte gute Freunde, ich war gesund und ich hatte eine Freundin. Alles war in Ordnung. Ich hatte eigentlich alles, was es braucht, um zufrieden zu sein. Zumindest auf dem Papier.

Ich verspürte keine bestimmte Unzufriedenheit. Ich lebte mehr oder weniger in Frieden und ohne grösseren Probleme. Ich sagte mir: „Das Leben geht auf und ab. So ist das Leben. Man kann nicht alles haben. Ich mache einfach das beste draus.“

Ich hatte alles und doch wartete ich irgendwie darauf, dass mein Leben so richtig anfängt, ohne genau zu wissen, was das heisst. Ich fragte mich, ob das wirklich alles ist. Man wächst auf, erlernt einen Beruf, arbeitet, beginnt eine Familie, wird alt und stirbt. Ist das wirklich alles?

Mit etwa 30 begann ich mein Leben bewusst zu hinterfragen und überlegte mir, was ich noch erreichen möchte. Dabei stellte ich fest, dass es sehr viele Leute gibt, die genau wie ich eine vage Unzufriedenheit erlebten. Sie hätten gerne mehr Erfolg im Beruf oder der Liebe, sie hätten gerne mehr Anerkennung, mehr Lohn, mehr Freizeit, weniger Arbeit, ein schöneres Auto, ein grösseres Haus, mehr Schuhe, längere Ferien, mehr Freunde, eine schlankere Figur, grössere Muskeln, schönere Kleider, mehr dies, weniger das. Man könnte diese Liste beliebig erweitern…

Ich hatte also meine vage und unbestimmte Unzufriedenheit erkannt und begann diese nun für mich auszunutzen. Ich besuchte Seminare und las Bücher über Selbstverbesserung, Persönlichkeitsentwicklung, Motivation und Spiritualität. Ich setzte mir Ziele und arbeitete daran, diese zu erreichen. Ich arbeitete an meinem inneren Dialog und an meinem Verhalten.

Ich begegnete verschiedenen Leuten, die massive Erfolge feiern konnten. Ich schaute zu ihnen auf und dachte mir, dass ich zufriedener wäre, wenn ich die gleichen Erfolge hätte. Ich arbeitete weiterhin an meinen Zielen und an mir selbst.

Irgendwann stellte ich an mir fest, dass ich mich innerlich verändert hatte. Auf einmal war ich weniger darauf versessen, unbedingt erfolgreicher sein zu müssen. Ich verspürte mehr innere Gelassenheit und Zufriedenheit. Ich war lockerer geworden. Ich genoss mehr was ich bereits hatte.

Mir wurde endgültig klar, dass Erfolg keine endgültige Zufriedenheit mit sich bringen kann – auch nicht das Erreichen immer höherer Ziele. Ich hatte schon oft bei Supererfolgreichen beobachtet, dass sie nie genug kriegen konnten. Sie wollten immer mehr und besser oder aber sie fürchteten, den Erfolg wieder zu verlieren.

Nun hatte ich selbst erfahren, was „der Weg ist das Ziel“ bedeutet. Mein Ringen um Erfolg hatte mir innere Zufriedenheit und Gelassenheit gebracht. Ich fühlte mich besser und ich genoss mein Leben mehr. Ich hatte Weisheit gewonnen. Darum ging es. Das war das eigentliche Ziel!

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