Als ich vor ein paar Jahren vom “Leben im Jetzt” hörte und das Buch „Jetzt-Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle las, machte das alles Sinn für mich. Er sagte, es gäbe nur den jetzigen Moment. Das leuchtete mir ein. Klar, die Vergangenheit und die Zukunft sind zum jetzigen Moment nur in meinem Kopf.

Das falsche Verständnis von „Leben im Jetzt“

Ich dachte: „Wenn es ja nur den jetzigen Moment gibt, so muss ich alle Gedanken an die Vergangenheit und alle an die Zukunft vergessen. Ich muss aufhören an die Vergangenheit zu denken und ich muss aufhören an die Zukunft zu denken.“

Ich dachte ich muss üben, mit meinen Gedanken im Jetzt zu bleiben. Irgendwann bin ich dann „soweit“ und bleibe für immer im Jetzt.

Es gibt aber einen Widerspruch: Wie soll ich aus der Vergangenheit lernen, wenn ich nicht an sie denken darf? Und wie soll ich etwas planen, wenn ich nicht an die Zukunft denken darf?

Aber: Das Denken an die Vergangenheit und das Planen der Zukunft geschieht auch im Jetzt!

Wann ist es also in Ordnung an die Zukunft oder die Vergangenheit zu denken und wann ist es “verboten”?

Da kann doch etwas nicht stimmen!

Das richtige Verständnis von „Leben im Jetzt“

Nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich erlebe und verstehe, was Eckhart Tolle wirklich mit seinen ganzen Jetzt-Ausführungen sagen wollte.

Natürlich werde ich es auch nicht schaffen, es wirklich zu beschreiben, aber ich versuche es dennoch. Vielleicht hilft es zu verstehen, was das alles soll.

Es gibt im Leben ein grundlegendes Problem. Es ist das Gefühl, dass man noch nicht „soweit“ sei. Es ist das Gefühl, dass das Leben anders sein sollte, als es jetzt ist. Es ist das Gefühl, dass noch etwas fehle. Es ist das Gefühl, dass man noch nicht angekommen sei.

So, nun versucht man natürlich, dieses Gefühl loszuwerden. Es gibt vermutlich etwa gleich viele Strategien, wie es Menschen gibt: Man versucht das zu erreichen, was man glaubt fehle noch, zum Beispiel indem man erfolgreich wird mit Geld, mit Macht, mit Sex, mit Beziehungen. Oder auch indem man versucht immer im Jetzt zu sein oder versucht „richtig“ zu denken und seine Gedanken auf das Positive richtet. Indem man versucht die negativen Gedanken loszuwerden oder die negativen Gefühle zu verbannen. Oder indem man auf alles verzichtet oder nichts tut. Oder indem man sich versucht endgültig einzureden, dass man sich liebe. Es gibt noch viele weitere Strategien…

Mir scheint, dass alle Leute mit allem was sie tun, versuchen „anzukommen“ oder versuchen „es zu schaffen.“

Ihr ganzes Leben rennen sie etwas nach. Ihr ganzes leben arbeiten sie an etwas. Aber egal, wie viel oder wie wenig sie erreichen, sie rennen weiterhin etwas nach. Sie versuchen weiterhin „es zu schaffen.“

Man sei noch nicht angekommen ist eine Illusion!

Es gibt aber dieses „ankommen“ gar nicht!

Es gibt nichts, das man erreichen könnte, so dass man nachher „fertig“ ist. Oder dass man „es nachher endgültig geschafft hat.“

Es gibt dieses „es endgültig schaffen“ nicht.

Es ist eine Illusion. Es ist ein falscher Glaube. Es ist eine falsche Idee.

Für mich gibt es dieses „es geschafft haben“ nicht mehr. Es ist verschwunden. Weder denke ich, ich könnte es einmal geschafft haben, noch denke ich, ich hätte es jetzt noch nicht geschafft. Dieses „es geschafft haben“ ist inexistent geworden für mich.

Und nun ist die Welt so für mich, wie Eckhart Tolle es beschreibt. Es gibt nur noch das Jetzt.

Wenn ich etwas tue, so tue ich es schlicht, weil ich es tun will, weil ich Freude habe, es zu tun, weil ich es tun muss, weil ich damit ein Ziel erreichen will, weil jemand anderes will, dass ich es tue oder aus einem anderen Grund.

Aber niemals tue ich mehr etwas, „damit ich es nachher geschafft habe.“

Was ich hier beschrieben habe ist, nicht etwas, das man sich verinnerlichen kann. Es ist nicht etwas, riplmusic.com das man üben kann. Es ist nicht eine Gewohnheit. Es ist nicht etwas, das man verstehen muss.

Es ist schlicht die Art und Weise, wie das Leben in Wirklichkeit ist.

Ich weiss jetzt genau, warum ich mein Leben auf diese Weise erlebe und ich weiss genau, was man tun muss, um das selbst auch so zu erleben.

Wenn man einmal verstanden hat, was zu tun ist, ist es sehr einfach. Persönliche Entwicklung ist dann einfach und erfordert keine besondere Anstrengung. Es dauert eine gewisse Zeit, aber es ist wirklich einfach.

Darum geht es in meinem neuen Buch. Es ist fertig geschrieben, ich korrigiere noch Schreibfehler. Dann gibt es noch einiges an der Webseite zu tun. Ihr könnt etwa in einem Monat damit rechnen.

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